Wie gut kennen Sie Indien? Überraschende Fakten

Varanasi ist eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt.

Wenn man der Legende von Varanasi Glauben schenkt, wurde die Stadt vor 5.000 Jahren vom Gott Shiva höchstpersönlich gegründet, und zwar nach seinem Sieg über den Gott Brahma. Heute ist Varanasi eine der sieben heiligen Städte des Hinduismus und des Jainismus. Archäologische Funde beweisen, dass die Stadt am Ufer des heiligen Flusses Ganges schon mindestens seit 1.800 vor Christus durchgehend bewohnt ist. Hier hat der Legende zufolge auch Buddha seine erste Predigt gehalten und so den Buddhismus begründet. Die auch unter dem Namen Benares bekannte Stadt ist heute eine pulsierende, mit atemberaubender Schnelligkeit wachsende Metropole.

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Kumbh Mela („Fest des Kruges“) ist die größte Menschenansammlung der Welt.

Das Kumbh Mela ist die „größte Pilgerversammlung der Welt“. Bei dieser Pilgerfahrt versammelten sich im Jahr 2013 ca.120 Millionen Menschen, die innerhalb der zweimonatigen Wallfahrtsperiode im Ganges badeten, um sich von ihren Sünden reinzuwaschen. Das Festival findet alle drei Jahre abwechselnd in Allahabad, Haridwar, Nashik und Ujjain statt. Einige der Pilger sind selbst mitten im Winter nackt, denn das Nacktsein während einer Prozession wird als Zeichen der Entrücktheit von allen materiellen Dingen angesehen.

In Indien leben weltweit die meisten Vegetarier.

Die indische Küche war bei Vegetariern schon immer sehr beliebt. Gerichte wie das aromatische Dal (Linsen), das farbenfrohe Sabzi (Reis mit Gemüse) und das cremige Panir (Frischkäse) lassen auch so manchem Feinschmecker das Wasser im Munde zusammenlaufen. In Indien leben 500 Millionen Vegetarier. Das sind mehr als auf dem gesamten Rest der Erde. Der vegetarische Lebensstil ist tief in der indischen Kultur verwurzelt. Das liegt vor allem am Glaubensgrundsatz Ahimsa: Diese Philosophie predigt Gewaltfreiheit und Güte gegenüber allen Lebewesen.

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In Indien sind alle großen Weltreligionen anzutreffen.

Die Mehrheit der Inder sind zwar Hindus (etwa 80 %), Indien ist aber auch die Wiege des Buddhismus und das Land mit den meisten Anhängern des Zoroastrismus. Alle großen Weltreligionen haben in Indien Wurzeln geschlagen und machen das Land zum faszinierenden Knotenpunkt unterschiedlichster Glaubensrichtungen und Traditionen. In und um Kerala und Goa sind die größten christlichen Glaubensgemeinschaften anzutreffen. Hier finden Sie auch die Kapelle der heiligen Katharina, die auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Das jüdische Viertel in Kerala zeugt von der langen Geschichte der Cochin-Juden, während die Feuertempel und die Türme der Stille in Mumbai an eine der ältesten Weltreligionen, den Zoroastrismus, erinnern.

In Rajasthan, Delhi und Gujarat können Sie die Tempel der Jain und ihre exquisiten Marmor-Statuen bewundern. In Uttar Pradesh und Bihar im Norden Indiens wurde der Gautama Buddha geboren und ausgebildet. Diese Region ist noch immer eine der Wichtigsten für die buddhistische Wallfahrt. In Punjab sollten Sie unbedingt den Goldenen Tempel Harmandir Sahib besuchen: Er ist einer der größten Heiligtümer der Sikh.

In Delhi ist der blütenförmige Lotustempel ein absolutes Must-see. Diese Gebetsstätte der Bahai ist als religiöses Kunstwerk ausgezeichnet und hatte schon mehr als 100 Millionen Besucher. Außerdem finden Sie im ganzen Land mehr als 300.000 Moscheen. Die Ältesten wurden im siebten Jahrhundert nach Christus erbaut. Indien hat übrigens die weltweit drittgrößte Population an Muslimen.

In Indien werden so viele Sprachen gesprochen, dass Ihr ausländischer Akzent bestimmt nicht weiter auffällt.

Das Englische nicht mitgezählt, gibt es in Indien 23 Amtssprachen. 125 Millionen der Bewohner sprechen Englisch, also werden Sie damit bestimmt gut durchkommen. Trotzdem wäre es doch schön, auch ein paar Ausdrücke in der Landessprache zu beherrschen, oder? Hier einige Beispiele: Namaste = Hallo; Acha = gut; Kitna rupia? = Wie viel?; Krupiyah = Bitte; Shukriyah = Danke. Ihre Gastgeber wissen Ihre Bemühungen bestimmt zu schätzen.

Seien Sie dabei nicht zu streng mit sich. Wenn Sie einen Akzent haben und vielleicht einige Wörter falsch aussprechen, ist das nicht weiter schlimm. Die Inder haben jeden Tag mit Sprechern unterschiedlicher Sprachen zu tun, zum Beispiel Hindi, Tamil und Bengalisch. Wahrscheinlich spricht Ihr Gesprächspartner jetzt oder bei der Arbeit auch eine andere Sprache als mit seiner Familie.

Siehe auch: DER PAPST KOMMT NACH INDIEN!

Das Jantar Mantar in Jaipur besitzt die größte Sonnenuhr der Welt.

Die Sternwarte Jantar Mantar in Jaipur wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fertiggestellt und ist ein wahrhaft einzigartiger Ort. Sie ist das größte der fünf Jantar Mantar-Observatorien und verfügt über 19 astronomische Instrumente, anhand derer die Bewegungen der Sonne, des Mondes und der Planeten erforscht wurden. Dazu zählt auch die gigantische Sonnenuhr Samrat Yantra. Sie ist 27 Meter hoch und zeigt Besuchern noch heute die Uhrzeit an. Bei einem Besuch der Sternwarte bietet sich zudem die einmalige Gelegenheit, Himmelskörper mit bloßem Auge zu betrachten. In Indien gibt es noch vier weitere Jantar Mantar-Observatorien. Sie wurden alle etwa zur gleichen Zeit errichtet und befinden sich in Ujjain, Mathura, Varanasi und Jaipur. In Neu-Delhi können Sie einige der Strukturen zu Fuß erkunden.

In Meghalaya bestehen die traditionellen Brücken komplett aus lebendigen Bäumen.

Meghalaya, „die Heimat der Bäume“, hat das feuchteste Klima in ganz Indien. Kein Wunder also, dass 70 % des Gebiets von subtropischen Wäldern überzogen sind. In einigen Dörfern gibt es pro Jahr ganze 15 Meter Niederschlag. Am erstaunlichsten sind aber die „lebenden Brücken“, die die Bewohner aus den Luftwurzeln der Gummibäume bauen. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Im feuchten Klima würde eine Holzbrücke schnell verrotten und müsste ständig erneuert werden. Über einen Zeitraum von 500 Jahren haben findige Dorfbewohner ihre Zusammenarbeit mit der Natur jedoch optimiert, um den Tücken des Wetters ein Schnippchen zu schlagen. Eine tragfähige Brücke zu flechten, dauert Jahre. Wenn die Wurzeln aber erst mal richtig zusammenhalten, wird die Konstruktion im Laufe der Zeit immer stärker. Einige der Brücken halten sogar ein Gewicht von 50 und mehr Menschen auf einmal aus.