6 Dinge, für die sich die Welt bei den Alten Indern bedanken kann

Indien verfügt über eine der reichsten und ältesten Kulturen der Welt, voller Komplexität und Tiefe. Da ist es kein Wunder, dass vieles, was wir heute ganz selbstverständlich finden, diesem riesigen Land entstammt. Hier ist eine Liste einiger alltäglicher Dinge, die aus Indien kommen und die das Leben von Menschen auf der ganzen Welt verändert haben.

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DIE ZAHL NULL:

Eine Welt ohne die Nummer Null kann man sich heute kaum vorstellen. Die Null ist ein grundlegender Bestandteil der modernen Mathematik und Naturwissenschaften und bildet die Basis für unser numerisches System, indem sie das Zahlensystem mit 10 Symbolen (1-9 und 0) erst möglich macht. Obwohl die 0 in unterschiedlichen Regionen der Welt als Platzhalter entwickelt wurde, wurde sie erst ab dem 5. Jahrhundert nach Christus als tatsächliche Zahl verwendet, und zwar zuerst von dem Mathematiker Aryabhata in Indien. Dieser scheinbar einfache Schritt hat die Arithmetik und Analysis revolutioniert und den Weg für so fantastische Erfindungen wie den Computer geebnet.

Yoga:

Yoga hat den Westen im Sturm erobert und ist heute ein echtes Massenphänomen. Yoga-Kurse gibt’s in jeder Muckibude und in den meisten Städten sind Yoga-Studios zu finden. Bei den Yoga-Übungen werden Dehnung, Balance und Kraft mit Hilfe von verschiedenen Posen und Atemtechniken kombiniert. Und – wer hätte das gedacht – es ist in Indien entstanden. Während man sich im Westen hauptsächlich auf die körperlichen Aspekte des Yoga konzentriert, geht es eigentlich weit darüber hinaus. Yoga ist eine 8-stufige Praxis, die entwickelt wurde, um dem Menschen bei der Findung der Seligkeit zu helfen, die durch die Einheit mit dem Universum zustande kommen soll.

Yoga ist schon so alt, dass seine exakte Herkunft nicht einmal mehr bestimmt werden kann. Seine erste schriftliche Erwähnung ist im Rig Veda zu finden, welches vor 5.000 Jahren verfasst wurde. Im 2. Jahrhundert nach Christus hat ein Mann namens Pantanjali, den wir heute als Vater des Yoga erachten, die Yoga-Sutren niedergeschrieben – die erste umfassende Erläuterung und Darlegung der Yoga-Prinzipien. Yoga wird seit dem Ende des 19. Jahrhunderts/Beginn des 20. Jahrhunderts in seiner modernen Form praktiziert. Zu jener Zeit begannen die Yoga-Lehrer, durch Indien zu reisen und ihr Wissen zu verbreiten. Von dort hat es seine Reise in den Westen angetreten, wo es heute sozusagen zum Standard-Repertoire im Wellness- und Fitnessbereich gehört.

Shampoo:

Heutzutage wird Shampoo als grundlegender Bestandteil der Körperpflege erachtet. Umso überraschender ist die Information, dass Shampoo in Europa erst seit der Kolonialisierung Indiens beliebt wurde. Die britischen Händler der Kolonialzeit fanden an der indischen Gewohnheit, die Haare mit Schaum zu waschen, großen Gefallen, und brachten die entsprechenden Produkte mit in den Westen. Die Inder stellten das Shampoo her, indem sie verschiedene Gewürze einschließlich der Waschnuss einkochten. Die Waschnuss produziert üppigen Schaum, reinigt die Haare und macht sie geschmeidig und leicht frisierbar.

Das Dezimalsystem:

Noch eine grundlegende mathematische Innovation, die den Fortschritt der Menschheit unfassbar vorangetrieben hat, ist das Dezimalsystem. Es wurde ca. 100 vor Christus in Indien entwickelt. Mit zehn Ziffern und dem Dezimal-Separatoren (also zum Beispiel 19,6 statt nur 19 oder 20) wurde die Anwendung der Arithmetik stark vereinfacht und führte so zur Entwicklung von komplexen wissenschaftlichen Konzepten.

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Schach:

Als eines der wahrscheinlich verbreitetsten und bekanntesten Spiele (egal, ob man das Spiel nun tatsächlich beherrscht oder nicht) weist Schach eine Geschichte auf, die sich bis nach Indien zurückverfolgen lässt. Schach entstand aus seinem Vorläufer Chaturanga. Der Name dieses Spiels bedeutet „eine Armee aus vier Divisionen“. Es verbreitete sich zuerst nach Arabien und Persien, wo es zu seiner jetzigen Form weiterentwickelt wurde. Das beliebte Brettspiel hat seit Hunderten von Jahren großen Einfluss auf die klugen Köpfe dieser Welt.

Chai Tea:

Einige denken vielleicht, dass die Aussage, Chai habe die Menschheit verändert, ein bisschen übertrieben sei. Aber haben Sie schon mal ein einem eisigen Wintertag Trost über einem heißen Chai Latte gefunden? Das unverzichtbare Elixier ist auf den Karten aller guten Cafés zu finden und spendet mit seinen wärmenden Gewürzen Trost, Freude und bringt Menschen zusammen. Chai kommt natürlich aus Indien, wo er jeden Tag in gemütlicher Runde mit Freunden und Familie genossen wird.

Man sagt, das Heißgetränk sei vor vielen Tausend Jahren an einem antiken Hofe erfunden worden, wo ein König auf der Suche nach einem ayurvedischen Heiltee war. Masala Chai ist Stoff für Legenden. Das ursprüngliche Rezept bestand aus einer Mischung wärmender Gewürze, unter anderem Ingwer, Kardamom, Nelken und Zimt. Erst im 19. Jahrhundert, als die Briten in Assam (Indien) Teeplantagen anpflanzten, wurde auch schwarzer Tee hinzugefügt und perfektionierte den göttlichen Milchtee.

Schlussfolgerung

Jetzt mal ehrlich: Wir haben Indien natürlich viel mehr als nur diese fünf Dinge zu verdanken. Man nehme zum Beispiel den Buddhismus: Nicht alle wissen, dass er einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Sicht auf das Leben hatte. Oder die ayurvedische Medizin: Diese jahrhundertealte ganzheitliche Heilkundelehre erfreut sich im Westen im gleichen Zug mit der holistischen Medizin und Kräuterheilkunde zunehmender Beliebtheit. Selbst operative Eingriffe haben ihren Ursprung in Indien. Dieser Artikel bildet natürlich nur einen kleinen Vorgeschmack dessen ab, was das spektakuläre Land unserer Welt beschert hat – danke, Indien!

Siehe auch: DIE SCHÖNSTEN WANDERWEGE IM INDISCHEN HIMALAJA