Ab in den Süden!

Wenn wir an Indien denken, kommen uns als Erstes das Taj Mahal, der majestätische Ganges und der sagenumwobene Himalaja in den Sinn. Dabei hat auch der Süden des Landes eine fantastische Geschichte und reiche Kultur zu bieten. Wenn Sie auf der Suche nach einem echten Geheimtipp sind und dem Gedränge der Großstädte im Norden entkommen wollen, machen Sie eine Reise nach Südindien. Dieser Teil des Landes wird Sie mit seinem entspannten Charme, der traditionellen Gastfreundschaft und der atemberaubend schönen Landschaft verzaubern. Wenn Sie diese Reise zum ersten Mal machen, lesen Sie weiter! Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen Sie die traditionelle Küche, die Atmosphäre und den Zauber Südindiens in vollen Zügen genießen können.

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Der Süden macht fast 20 % der Fläche Indiens aus. Er besteht aus fünf großen Bundesstaaten und zwei Inselterritorien: Lakshadweep an der Westküste des Arabischen Meeres und Andamanen und Nikobaren am Golf von Bengalen.

Während Sie im Norden schon einen sehr westlichen Lebensstil vorfinden werden, dominiert im Süden die drawidische Tradition. Sie ist gekennzeichnet durch die Zelebration des ewigen Universums, des Körpers und der Mutterschaft. Im südlichen Indien tragen die Frauen Saris, wobei der Bauchnabel häufig unbedeckt bleibt. Er wird als Quelle von Leben und Kreativität angesehen. Männer gehen traditionell oberkörperfrei.

Puducherry ist eine historische Küstenstadt. Hier trifft das traditionelle Tamil auf mediterranen Charme. Die Stadt ist auch unter dem Namen Pondy bekannt (abgeleitet von ihrem früheren Namen Pondicherry). Heute geht es hier eher beschaulich zu, zur Kolonialzeit hatte jedoch die Französische Ostindien-Kompanie ihren Hauptsitz in dieser Stadt. Die Franzosen haben sich zwar im Jahr 1954 zurückgezogen, die Sprache wird aber trotzdem noch immer von vielen Menschen gesprochen. Entspannen Sie in den regionalen Cafés, flanieren Sie auf den sauberen und ordentlichen Straßen und entkommen Sie dem Gewimmel des indischen Alltags. Im nahe gelegenen Auroville zieht der Sri Aurobindo Ashram (das spirituelle Zentrum der Anhänger Aurobindos und Mirra Alfassas) Anhänger des Integralen Yoga aus aller Welt an und verbreitet die Lehre der Menschlichen Einheit.

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Cochin oder Kochi ist die Stadt mit dem größten Industriehafen an der Südwestküste. Sie war der erste Hauptsitz europäischer Kolonialherren in Indien und wechselte den Besitz zwischen Portugal, den Niederlanden und Großbritannien. Der Einfluss all dieser Kulturen ist hier noch immer deutlich erkennbar. Von der 400 Jahre alten Synagoge bis hin zum malerischen Hafen ist die Stadt ein lebendiges Zeugnis der Geschichte und ein einzigartiger Schmelztiegel unterschiedlicher Einflüsse. Der Hafen wird übrigens auch liebevoll „Königin des Arabischen Meeres“ genannt. Heute ist hier die indische Marine stationiert, es gibt eine moderne Werft und den einzigen Yachthafen in Indien. Die Sonnenuntergänge am Meer in Kochi sind ein einzigartiges Naturschauspiel.

Madurai ist eine der ältesten Städte im Süden Indiens. Sie ist seit mindestens 300 Jahren vor Christus bewohnt und wird sowohl von römischen Historikern als auch griechischen Kartographen erwähnt. Ihre rechteckig angelegten Straßen sind um den Minakshi-Tempel zentriert. Der Tempel ist ein bedeutendes spirituelles Zentrum für die Hindus. Er ist geschmückt mit hohen Türmen, goldenen Statuen und farbenfrohen Abbildern der neun Planeten-Gottheiten, die man sonst nur in Shiva-Heiligtümern findet.

Die regionale Küche ist einfach köstlich. Die Currys und Dals (Linsengerichte) im Süden sind leichter und enthalten Kokosmilch anstelle von Sahne. Sie enthalten mehr Gemüse, sind aber auch schärfer. In Tamil Nadu finden Sie die schärfsten Gerichte des Landes (scharfes Essen ist eine weitere Besonderheit des Südens), also passen Sie gut auf, was Sie bestellen! Die Bananen und Platanen sind ein unverkennbares Merkmal der umgebenden Landschaft, wohl deshalb werden auch die traditionellen Gerichte häufig auf Platanenblättern gereicht. Wenn Sie lieber Kaffee als Tee trinken, sind Sie im Süden von Indien an der richtigen Adresse: Kaffee ist hier ein wahnsinnig beliebtes Getränk. Wer an der Küste unterwegs ist, sollte bei frischem Fisch und Meeresfrüchten tüchtig zugreifen.

Im Periyar-Nationalpark und Wildschutzzentrum in Kerala haben Sie die einmalige Gelegenheit, Südindiens geschützte Tierarten aus nächster Nähe zu beobachten. Der Park ist mehr als 925 Quadratkilometer groß und beherbergt viele Elefanten und Tiger, darunter auch einige weiße Tiger. Außerdem sind hier Sumpffüchse, Makaken und 160 verschiedene Schmetterlingsarten anzutreffen. Der malerische Periyar River windet sich durch den Park und bietet eine beständige Wasserversorgung für die Flora und Fauna.

Siehe auch: DAS TAL DER BLUMEN IN DER HIMALAJA-REGION

Die beste Zeit für einen Besuch in Südindien ist von Dezember bis Februar. Durch das tropische Klima erreichen die Temperaturen im Sommer über 40 °C, im Winter hingegen angenehme 22–30 °C. Auch die Luftfeuchtigkeit ist im Winter deutlich niedriger. Wer die Luft lieber etwas frischer mag, sollte in die Berge fahren. Packen Sie allerdings warme Kleidung ein, denn morgens und abends ist es dort klirrend kalt (Mindestwerte um -5 °C).