Ein Ashram ist ein Ort der spirituellen Praxis. Hier kommen Menschen zusammen die sich spirituell weiterentwickeln möchten. Ein Ashram wird auch als ein „Ort der Bemühung“ bezeichnet. Man kann sich ein Ashram als eine Art Kloster vorstellen, in dem Yoga und Meditation im Mittelpunkt stehen. Bei einem Aufenthalt in einem Ashram tritt man ein in eine spirituelle Gemeinschaft, mit dem Ziel mehr Bewußtheit für sich zu erlangen. Oftmals sind es Menschen, die entweder von Natur aus spirituell sind oder aufgrund ihrer fremdorientierten Lebensweise merken, dass ihnen etwas fehlt. Insbesondere die schnellebige profitorientierte Lebensweise in den westlichen Ländern erzeugt eine starke Entfremdung von sich selbst. Viele Menschen erkennen dies und suchen Halt in fernöstlichen Praktiken.

Wie sieht der Alltag in einem Ashram aus?

Der Tagesablauf variiert von Ashram zu Ashram. Es gibt aber immer feste Zeiten an die man sich halten muss. Wer also ausschlafen und touristische Attraktionen erleben oder gar feiern möchte, für den ist der Aufenthalt in einem Ashram keine Option.
Es geht um das Loslassen von allen Ablenkungen, von der Realität an sich, nicht um das Genießen und Entspannen durch äußere Einflüsse, sondern vielmehr um das Genießen des einfachen Seins. Auf gewohnte Annehmlichkeiten muss verzichet werden. Mahlzeiten gibt es nur zwei am Tag. Die Energie wird durch die Yoga-Übungen erzeugt. Diese Prana-Energie wird durch Atemtechniken hervorgerufen. Die Nahrung enthält natürlich alles was der Körper benötigt und ist sehr ausgewogen. Das Essen ist aber funktional und dient nicht als Glücksgefühlbescherer. Man lernt in allem was man tut, dass das Wohlbefinden in einem selbst liegt und man nichts weiter bedarf um glücklich zu sein.