Der Prozess zur Beantragung eines indischen Visums

Bürger ausländischer Nationalitäten reisen aus viele Gründen nach Indien, z. B. Tourismus, Ausbildung, medizinische Behandlung, Konferenzen oder Geschäftszwecke. Die Einreise eines nichtindischen Bürgers nach Indien erfordert den Besitz eines indischen Visums zusammen mit dem Reisepass. Mit einem gültigen Visum können Menschen aus der ganzen Welt von einem Land in ein anderes ziehen. Es gibt zwei Arten Visum: ein reguläres Visum und ein E-Visum. Die indische Regierung hat das Konzept des Online-Visumantrags eingeführt, um dem turbulenten Verfahren zu entgehen, das mit dem Erhalt eines regulären indischen Visums verbunden ist. Ausländer können je nach gewünschter Aufenthaltsdauer in Indien ein indisches Visum beantragen.

Das E-Visum-System ist in drei Hauptkategorien unterteilt – Touristen E-Visum, medizinisches E-Visum und geschäftliches E-Visum. Das E-Visum kann über das Online-Bewerbungsportal für E-Visa beantragt werden, indem die erforderlichen Dokumente wie eine eingescannte Kopie der ersten und der letzten Seite des Passes, sowie ein auf weißem Hintergrund eingescanntes Passfoto, elektronisch eingereicht werden. Es wird empfohlen, das elektronische Visum nicht länger als 120 Tage und mindestens vier Tage vor dem Datum der Ankunft in Indien zu beantragen. Nach der Prüfung aller Dokumente und des Antragsformulars wird das genehmigte Visum innerhalb von zweiundsiebzig Stunden per E-Mail an den Antragsteller gesendet. Der Antragsteller kann das elektronische Visum ausdrucken und während der Reise nach Indien zusammen mit dem Reisepass mit sich führen.

Das reguläre Visum erhalten Sie, indem Sie einen Ausdruck des Antragsformulars machen und es handschriftlich ausfüllen. Der Antrag wird dann zusammen mit den erforderlichen Unterlagen persönlich eingereicht oder per Post an den beauftragten Visadienstanbieter gesendet. Das Genehmigungsverfahren kann bis zu zwei Monate dauern und das Visum wird per Post verschickt, nachdem eine Überprüfung durch die zuständigen Mitarbeiter der jeweiligen indischen Botschaft sorgfältig durchgeführt wurde. Es wird empfohlen, mindestens vier Tage vor dem Ausstellungsdatum ein reguläres Visum zu beantragen.

Ein reguläres indisches Visum hat eine Gültigkeitsdauer von mindestens sechs Monaten bis zu fünf bis zehn Jahren. In Ausnahmefällen ist es auch für 12 Monate gültig und gültig für mehrere Einreisen. Der Vorteil eines regulären Visums ist, dass der Inhaber sich bis zu neunzig Tage in Indien aufhalten kann und dann nach einem Abstand von mindestens zwei Monaten wieder für neunzig Tage mit dem gleichen Visum Indien besuchen kann. Im Gegensatz dazu ist ein E-Visum nur sechzig Tage gültig, wobei bei dem Touristen-E-Visum und dem Geschäfts-E-Visum eine zweifache und bei dem Medizinischen E-Visum eine dreifache Einreise in einem Jahr möglich ist. Inhaber eines Konferenz-E-Visums kann nur dreißig Tage bleiben und darf innerhalb eines Jahres nur einmal einreisen.

Die Zahlung von Gebühren ist für den Abschluss des von der indischen Regierung festgelegten Antragsverfahrens unerlässlich und muss mindestens vier Tage vor dem Datum der Ankunft entrichten werden. Der Antragsteller sollte bei der Zahlung sehr vorsichtig sein, da bei mehr als drei erfolglosen Versuchen die Antrags-ID gesperrt wird. Der Antragsteller muss sich dann erneut registrieren und das führt wiederum zu einem langwierigen und zeitaufwändigen Prozess. Aufgrund dieser Einschränkung des inkompetenten indischen Visumantragsportals entscheiden sich viele die Dienste eines Visadienstleisters zu nutzen, welcher dann neben der von der indischen Regierung erhobenen Gebühr auch einige zusätzliche Gebühren erheben wird.

Bürger einiger Länder wie Nepal und Bhutan können aufgrund eines bilateralen Abkommens zwischen den Regierungen ohne Visum nach Indien ein- und ausreisen und können sich dort unbegrenzt aufhalten. Bürger der Malediven dürfen sich bis zu neunzig Tage ohne Visum in Indien aufhalten. Für einen weiteren Aufenthalt müssen sie ein reguläres Visum beantragen. Personen, die sich als Übersee-Staatsbürger Indiens bezeichnen und ein Auslandszertifikat besitzen, brauchen kein indisches Visum.

An Orten mit Sicherheitsrisiko wie der Grenze oder den Stammesgebieten ist die Einreise selbst mit einem indischen Visum verboten. Sie müssen dann für eine solche Reise ein PAP beantragen, d.h. eine Genehmigung für geschützte Gebiete, und diese dann vor Betreten des geschützten Bereichs einholen. Da das Erhalten eines Visums bei der Ankunft in Indien nicht mehr gültig ist außer für Bürger von Japan und Südkorea, müssen Sie vor der Reise nach Indien ein indisches Visum beantragen.