Die ayurvedische Küche – Heilkraft mit Geschmack

Ayurveda wird als ganzheitliches Gesundheitssystem angesehen und hat seinen Ursprung in den asiatischen Ländern, vor allem in Indien. Dazu gehören Massagen, Reinigungskuren und Körperübungen wie das beliebte Yoga.

Das Herzstück des ganzheitlichen Gesundheitssystems im Ayurveda ist die Ernährung. Sie ist wunderbar abgestimmt auf den jeweiligen Konstitutionstypen, die sogenannten Doshas. Und kann so mit den passenden Lebensmitteln für einen gesunden Körper und einen ausgeglichenen Geist sorgen. Heilpflanzen und Kräuter spielen eine große Rolle. Sowohl heimische Kräuter, als auch unbekanntere und exotische Kräuter kommen zum Einsatz. Hier ist es wichtig eine Zuordnung zu den verschiedenen Doshas herzustellen, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Unabhängig von den Doshas, werden im Ayurveda Kräuter und Gewürze für unterschiedliche Anwendungen genutzt. Ayurvedische Mahlzeiten sollten vorzugsweise die Geschmacksrichtungen süß, sauer, herb, salzig, bitter und scharf beinhalten.

Kochen mit Kräutern macht Spaß und gibt den Gerichten eine ganz spezielle Note. Zum Teil werden hier Kräuter und Gewürze verwendet, die auch schon unsere Großeltern benutzten. Diese kannten ebenfalls die Heilwirkungen von Kräutern und Gewürzen. Beispielsweise Zimt für die Durchblutung sowie Anis und Fenchel für die Verdauung. Minze wirkt beruhigend, Basilikum beruhigt die Nerven und Nelken wirken lösend bei grippalen Infekten. Dank verschiedener Kräuter und Gewürze kann man ausgezeichnet von einem exzellenten Geschmackserlebnis profitieren und dazu sind sie noch so gesund. Kochen mit Gewürzen und Kräutern ist in den letzten Jahren wieder auf den Vormarsch. Und das aus gutem Grund. Merken wir doch selbst, wie die Küche aus der Natur uns gut tut und beflügelt.

Durch Ayurveda bekannt geworden sind hilfreiche Kräuter wie Moringa, Neem oder Galgant. Unendlich kann man weiter aufzählen, was die Natur für unsere Gesundheit alles an hilfreichen Kräutlein bereitstellt. Wie sagt der Volksmund so schön: „ Gegen jedes Unwohlsein ist ein Kräutlein gewachsen“. Man muss es nur entdecken und natürlich auch nutzen.

Wie etwa das Gewürz Kardamom mit seiner positiven Wirkung. Kardamom regt das Verdauungsfeuer an. Speisen, die nicht lückenlos verdaut werden können, hinterlassen im Körper Stoffwechselschlacken. Und diese können zahlreiche Beschwerden verursachen. Auch Kurkuma und Ingwer sind heute aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Die Liste der heilenden Naturapotheke ist unendlich.

Die heilende Wirkung der Kräuter sowie der Gewürze kann für viele und unterschiedliche Erkrankungen eingesetzt werden. Ayurvedische Kräuter sprechen in erster Linie die Verdauung, aber ebenso den Stoffwechsel und das Gewebe an. Ist alles im Gleichgewicht, haben Erkrankungen keine Chance, das ist das Motto der Ernährungslehre im Ayurveda.

Weitere Gewürze, wie Ajwain, der Königskümmel, Amalaki, die indische Stachelbeere und Ashwagandha, der indische Ginseng als pflanzliche Zusammenstellung, gehören einfach in jede Hausapotheke. Positiv wirkend auf Herz und Gehirn, entgiftend und auch verjüngend, steht diese Komposition in dem Ruf, die Krankheit fernzuhalten. Gesund bleiben und die ayurvedische Ernährungslehre für das persönliche Wohnempfinden nutzen – das ist Ayurveda für ein freudvolles Leben.